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Filme > 1992 > Rote Laterne > Kritiken
Dahong denglong gaogao gua
Rote Laterne
Land: China
Kinostart: 30.7.1992
ausgewählte Kritik
Die vierte Herrin. Die bezaubernde Gong Li in ihrem vielleicht optisch schönsten Film. In formal streng komponierten, äußerst eindrucksvollen Bildern erzählt der Film in einem Farbenrausch in ganz ruhiger Abfolge eine an sich belanglose Geschichte: Songliang wird vierte Nebenfrau eines reichen Chinesen. Das Anwesen ist ein abgeschlossenes Universum mit klar gegliederter Hierarchie. Hier verläuft das Leben nach immer gleichen, starren Regeln, genau wie die Jahreszeiten. Verstöße werden unnachsichtig geahndet. Doch es gibt tödliche Intrigen und Verrat unter den Frauen. Von den Herren sieht man eigentlich recht wenig. Mit ihrer Eigenständigkeit, ihrem Mut auch zu einer gewagten Aussprache und ihrer Stärke als Frau erarbeitet sich Songliang eine vordere Stellung in der Beliebtheitsskala. Doch sie bleibt nur ein kleines Rädchen im großen Getriebe des Hauses, wird unschuldig schuldig und endet mit ihren Gewissensbissen im Wahnsinn. (3,5 Sterne/ZM/14.6.10)

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