|
|
 |
| Chiko | | | Genre:Drama | Kinostart:17. April 2008 | Freigabe:ab 16 Jahren | Länge:92 Minuten / 2521 Meter | Bildformat:Breitwand Wide-Screen (1,85:1) | Verleih:Falcom |
|
 |
Mitwirkende
Film-Crew: Özgür Yildirim (Regie), Özgür Yildirim (Drehbuch), Matthias Bolliger (Kamera), Sebastian Thümler (Schnitt). Darsteller: Denis Moschitto (Chiko), Moritz Bleibtreu (Brownie), Philipp Baltus (Scholle), Fahri Ogün Yardim (Curly), Reyhan Sahin (Meryem), Toni Varvasoudis (Ari), Volkan Özcan (Tibet), Jelica Batarilo (Schwester Jessica).
Inhalt
Chiko will ganz nach oben. Gemeinsam mit seinem besten Freund Tibet will er sich durch den Aufstieg im Drogenmilieu seines Hamburger Vorort-Ghettos Macht und Reichtum verschaffen. Ein Weg, der nur über Dealer Brownie führt, den unangefochtenen König des Reviers. Mit Schlagfertigkeit und scheinbarer Skrupellosigkeit verschafft sich Chiko Brownies Respekt - und wird schon bald der zweite Mann im Ghetto. Als sein Kumpel Tibet jedoch Brownie hintergeht, wird auch Chiko zur Rechenschaft gezogen. Für ihn steht nun alles auf dem Spiel, was ihm wichtig ist: Anerkennung und Macht, vor allem aber seine Freundschaft zu Tibet.
Kritiken
Belangloses Genrestück. Der kulturelle Beitrag der türkische Community macht sich hierzulande besonders in der Musik, genauer gesagt im HipHop bemerkbar. Mit Chiko kommt nun das filmische Equivalent der Songtexte in die Kinos. Gangster, Bitches, dicke Schlitten hier wird kein Klischee ausgelassen. Das im Migrantenmillieu angesiedelte Langfilmdebüt ... von Özgur Yildirim versteht sich als reines Genrestück. Es sei losgelöst von seinem Umfeld zu betrachten, sagt der Regisseur. Dennoch ist es gerade die Kultur und Ausdrucksweise junger Deutschtürken, die er authentisch einzufangen vermag. Musik und Sprache werden vor allem jugendliche Kinogänger ansprechen. Mit dem aufstrebenden Gangster Chiko verfügt der Film allerdings über eine zweifelhafte Identifikationsfigur. Die Rechtfertigung für die Taten ist fadenscheinig, der sympathische Held eigentlich ganz in Ordnung, nur die anderen bauen Mist und wenn die ins Gras beißen, haben sies schließlich verdient. Auch wenn Yildirims Geschichte am Ende moralisch daher kommt, ist die Gefahr, Chiko und sein Handeln cool zu finden, nicht unwahrscheinlich. Zumal die moralische Instanz in Form von Ordnungshütern in Chiko völlig abwesend ist. Chikos Welt besteht aus Drogen, Prostituierten und schnellen Autos soweit so klischeehaft. Regisseur Yildirim rechtfertigt dies damit, dass sein Protagonist genau diesen, von amerikanischen Gangsterfilmen vorgesetzten Lebensstil erreichen will. Das Leben kopiert die Kunst. Seine Vorbilder sind überdeutlich in den Filmen Scorseses, Coppolas und De Palmas zu finden, doch zunehmend verkommt Yildirims Debüt zum reinen Abziehbild der unerreichbaren Idole. Ein Nagel im Fußknöchel als branchenübliche Bestrafung, ein Schlag ins Gesicht der Mutter, als familiärer Racheakt Yildirim will schockieren, um seiner Botschaft Nachhaltigkeit zu verleihen. Die Gewaltdarstellung erscheint in ihrer unvermittelten Drastik jedoch als bewusste, billige Provokation. Dadurch dass sie unmittelbar heraus sticht aus einer ansonsten recht zahmen Handlung, wirkt sie umso brutaler. Dem Film in Zeiten von Roland Koch, Tatort-Folgen um Ehrenmorde und der Diskussion über gesellschaftliche Gewalt, Integration und Abschiebung eine politische Dimension zuzusprechen ist allerdings zu viel des Guten. Damit spricht man ihm eine Bedeutung zu, die er nicht verfolgt und auch nicht im Ansatz erreicht. Schade, denn so verschenkt er die Möglichkeit wirklich relevant zu sein. mehr. (  / lt/19.4.08)
Forum zum Film
Es sind noch keine Themen vorhanden.
Zum Verfassen eines Beitrags bitte einloggen.
Weblinks
|
|
Bewertung
|
| Action: |  | (2) | | Anspruch: |  | (2) | | Humor: |  | (1) | | Spannung: |  | (2) | | Story: |  | (2) | | Film: |  | (2) | |  | | eigene Bewertung | Hier darf differenziert und sogar mit 0 Sternen bewertet werden! | | Bewertungs-Skala: |  | absoluter Flop |  | ziemlich schlecht |  | untere Mittelklasse |  | obere Mittelklasse |  | sehr gut |  | Top-Ausnahme |
| Zum Bewerten bitte einloggen. Neue Nutzer bitte registrieren. |
|
|
 |
 |
 |
 |
|
Pro
|
 | authentische Darstellung der türkisch-deutschen Unterschicht |
|
|
 |
 |
 |
 |
|
Kontra
|
 | klischeehafter Gangsterplot |  | zweifelhafte Identifikationsfiguren |
|
|
 |
 |
 |
 |
|
Einzelbewertungen
|
| Action: | | 2 | | Anspruch: | | 2 | | Humor: | | 1 | | Spannung: | | 2 | | Story: | | 2 | | Film: | | 2 | | Summe aller Bewertungen: | 11 |
|
|
 |
 |
 |
 |
|
Filmstatistik
|
| Die Nutzermeinung ist einig: Dieser Film sei unterdurchschnittlich. | | arithmetisches Mittel: | 2,75 | | Standardabweichung: | 0,3 |
|
|
 |
 |
 |
 |
|