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Filme > 2008 > Caramel
Sukkar banat
Caramel
 
Genre:Komödie
Kinostart:3. April 2008
Freigabe:ohne Altersbeschränkung
Länge:96 Minuten / 2615 Meter
Bildformat:Breitwand Wide-Screen (1,85:1)
Verleih:Alamode / 24 Bilder
 
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Mitwirkende
Film-Crew: Nadine Labaki (Regie), Yves Sehnaoui (Kamera), Laure Gardette (Schnitt). Kreation: Nadine Labaki, Rodney El Haddad, Jihad Hojeily (Buch), Khaled Mouzannar (Musik). Darsteller: Nadine Labaki (Layale), Yasmine Elmasri (Nisrine), Joanna Moukarzel (Rima), Gisèle Aouad (Jamale), Adel Karam (Youssef), Sihame Haddad (Rose), Aziza Semaan (Lili), Fatmeh Safa (Siham), Dimitri Staneofski (Charles), Fadia Stella (Christine), Ismaïl Antar (Bassam).
Inhalt
Fünf Frauen treffen sich regelmäßig in einem Schönheitssalon, um sich über ihr Leben und die Liebe auszutauschen. Der Laden, betrieben von der schönen Layale, bildet den farbenfrohen, sinnlichen Mikrokosmos der Stadt. Zwischen Haarschnitten und Kosmetikbehandlungen vertrauen sich die fünf Frauen ihre verborgensten Wünsche und tiefsten Geheimnisse an. Layale liebt einen verheirateten Mann und bemerkt gar nicht, dass sie einen Verehrer hat, der alles für sie tun würde. Nisrine wird... demnächst heiraten, aber sie ist schon lange keine Jungfrau mehr. Rima verliebt sich in einen Kunden des Schönheitssalons und Jamale hat furchtbare Angst vor dem Älterwerden. Die Schneiderin Rose lebt für ihre kranke Schwester, doch mit dem Gentleman Charles tritt zum ersten Mal die Liebe in ihr Leben. Hin- und hergerissen zwischen der Tradition des Ostens und der Moderne des Westens versuchen die Frauen auf ihre Weise ihr Lebensglück zu verwirklichen. Ausführlicher Inhalt. mehr.
Kritiken
Leben süß-sauerer. Irgendwo in der Welt. Eine Handvoll Frauen im Schönheitssalon. Sinnlich-warmes Licht umspielt ihre Körper. Sie träumen von Glück, Liebe und Zweisamkeit, räkeln sich geschmeidig zwischen Spiegeln, Schminktöpfen, Trockenhauben und Plüschsofas. Dabei plaudern sie miteinander über Gott und die Welt als gebe es keinen Morgen und blühen ... auf wie die Rosen.
  So eingeleitet, beginnt „Caramel“ als universelles Werk, ist jedoch tief verankert in der libaniesischen Alltags- und Wertewelt. Die Regisseurin Nadine Labaki verzichtet auf spezifische Darstellungen, verschweigt Wirren und Gewalt, Krieg und Unterdrückung, lässt zwischen angeregten Unterhaltungen und Hochzeitsvorbereitungen vieles ungesat. Doch führt sie die kulturelle Prekarität des Lebens unter der Sonne Beiruts jedem Zuschauer unmissverständlich vor Augen. Hier treffen Christen und Muslime sowie jung und alt auf engem Raum, althergebracht und modern im extremen Gegensatz, und vor allem stark konträre Männer- und Frauenbilder aufeinander.
  Völlig unauffällig brechen die Charaktere dieses weiblichen Mikrokosmoses in „Caramel“ viele Tabus ihrer Gesellschaft. Sie lieben gleichgeschlechtlich, haben Affären mit verheirateten Männern, Sex vor der Ehe oder verlieben sich als Witwe erneut. Dies ist verschrien und menschlich zugleich – so sind auch Labakis Figuren keine überzogenen exzentrischen Charaktere. „Caramel“ propagiert nicht, es zeigt die alltägliche Realitätswelt zwar stilisiertierter, aber authentischer Protagonistinnen mit dem Leben echter Frauen. Diese Geschichten, Farben und Bilder erinnern spontan an das bewegende Werk „Princesas“ des spanischen Regisseurs Aranoa, ersparen dem Zuschauer jedoch viel Mitleid(en).
  In Labakis Werk stehen demnach keine Süßigkeiten im Mittelpunkt, sondern eine schmerzhafte Epiliermethode mit Caramel: „Hinter Caramel steckt der Gedanke des Salzig-Süssen, des Süss-Sauren, des köstlichen Zuckers, der brennen und wehtun kann.“ Die Liebe ist eben nicht nur süßes Naschen, sondern auch bitterer Ernst.
  Cremig-leicht brach Nadine Labakis Regiebedut „Caramel“ mit Leihendarstellern Rekorde, hat Aussicht auf den Titel des erfolgreichsten arabisch-sprachigen Films in Europa zu werden und überwand auch im Heimatland Libanon die dortige 100.000 Zuschauer-Barriere. Vor allem die Franzosen konnten sich dem Charme dieses Werkes geballter Weiblichkeit nicht erwehren und wählten „Caramel“ zum Publikumsliebling der Filmfestspiele in Cannes 2007. Kein Wunder, dass Labakis Film für ihr Land nun auch um den Oscar für den besten nicht englischsprachigen Film stritt (und verlor).
  Ein leichter Film mit und über tonnenschwere Altlasten einer Gesellschaft zwischen Relegion und Moderne. Ein Film, der Frau und Mann gemeinsam in die Kinos ziehen wird – vieles nur andeutet und offen lässt, und so unanstößig eines unmißverständlich klar macht: Frauen einer jeden Kultur sind in ihrer Schönheit und Obsession ein universelles Großereignis.
mehr. (3,5 Sterne/mia/28.2.08)
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Bewertung
Anspruch:2,13 Sterne(2)
Erotik:1,45 Sterne(2)
Humor:1,48 Sterne(2)
Spannung:1,77 Sterne(2)
Story:2,65 Sterne(2)
Film:3,23 Sterne(2)
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Pro
Schöne Farben und Frauen
charmante Figuren
Kontra
kultureller Einschlag gering
verliert sich in Nebenplots
laut und redseelig
Einzelbewertungen
Anspruch:2
Erotik:2
Humor:2
Spannung:2
Story:2
Film:2
Summe aller Bewertungen:12
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