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Filme > 2006 > Caché
Caché
 
Genre:Drama / Thriller
Kinostart:26. Januar 2006
Freigabe:ab 12 Jahren
Länge:119 Minuten / 3259 Meter
Bildformat:Breitwand Wide-Screen (1,85:1)
Verleih:PROKINO
 
Homepage / Trailer



Meinung der Redaktion
Spannender, perfekt inszenierter Thriller von Michael Haneke, um eine Ehepaar dessen Alltagswelt das durch ein banales Videoband von ihrem Haus aus den Fugen gerät. Erstklassige Dialoge und Darsteller die ihre Rollen wirklich zu leben vermögen sorgen in Verbindung mit immer neuen Videobändern für eine packende Atmosphäre. Caché ist ein Film der den Zuschauer nicht mehr loslässt, der in seinen zeitweise radikalen Bildern aber auch eindeutig nichts für kleine Kinder ist. Für die Redaktion ein absoluter Geheimtipp.
Mitwirkende
Film-Crew: Michael Haneke (Regie), Christian Berger (Kamera), Michael Hudecek, Nadine Muse (Schnitt). Kreation: Michael Haneke (Buch). Darsteller: Juliette Binoche (Anne Laurent), Daniel Auteuil (Georges Laurent), Maurice Bénichou (Majid), Annie Girardot (Georges Mutter), Lester Makedonsky (Pierrot Laurent), Bernard Le Coq (Chefredakteur), Walid Afkir (Majids Sohn), Daniel Duval (Pierre), Nathalie Richard (Mathilde), Denis Podalydès (Yvon), Aïssa Maïga (Chantal), Caroline Baehr (François Mutter).
Inhalt
Eigentlich ist auf diesen Bildern nichts Kompromittierendes zu sehen: Ein Auto wird geparkt, eine Tür fällt ins Schloss. Stille. Doch gerade diese Stille macht die Filmaufnahmen so bedrohlich: Was will der Fremde, der Georges Laurents Leben und das seiner Familie mit beunruhigender Geduld dokumentiert und ihm in Form von Videobändern zukommen lässt? Noch dazu zusammen mit naiv-grotesken Zeichnungen, die den Horrorphantasien eines Kindes entsprungen zu sein scheinen? Georges ist... Moderator einer erfolgreichen Literaturtalkshow im Fernsehen, und deshalb vermutet seine Frau Anne zunächst einen verrückten Fan hinter den rätselhaften Filmaufnahmen. Die Polizei sieht keinen Grund zu handeln, solange nichts wirklich Bedrohliches geschehen ist. Doch das Gefühl der Beklemmung wird immer stärker und bringt Georges’ und Annes bürgerlich-intellektuelles Leben zwischen Literatursendungen, Vernissagen und Abendeinladungen allmählich aus dem Gleichgewicht. Während Anne noch offen über die rätselhafte Post spricht, beginnt sich die Stille der seltsamen Videobänder auf Georges auszubreiten. Die beiliegenden Zeichnungen beunruhigen ihn und bringen etwas in ihm zum Klingen. Meist sind es Strichmännchen mit blutig roter Kehle. Auf der letzten allerdings ist ein Huhn zu sehen, mit durchschlagenem Hals… mehr.
Kritiken
Faszinierender Thriller weitab vom Durchschnitt. Eine anonym geschickte Videokassette ist der Ausgangspunkt des Filmes. Auf dem Band ist eigentlich nichts, was der Erwähnung wert wäre, aber dennoch schafft es der unbekannte Sender immer mehr, in den Alltag des erfolgreichen Ehepaares Laurent einzudringen. Es geschieht zunächst nichts, als das weitere Videobänder auftauchen und die ... Angespanntheit der beiden sich immer mehr steigert. Regisseur Michael Haneke inszeniert hier meisterhaft das zusammenbrechen von ehelichen und persönlichen Fassaden. Es gelingt ihm dabei aber in keiner Sekunde den Boden des glaubhaft Realen zu verlassen. Im Gegenteil, permanente, zum Teil sehr persönliche Nahaufnahmen, lassen im Zuschauer den Eindruck entstehen direkt am Geschehen teilzuhaben. Harte, manchmal sogar fast schmerzende Szenenwechsel lassen einen jede Wendung des Filmes intensiv mitfühlen. Die szenischen Bilder verschwimmen, besonders wenn zwischenzeitlich nicht klar ist, ob das ein neues Videoband ist, oder ein weiteres Puzzleteil im großen Rätsel. Dazu kommen genial-reale Dialoge vorgetragen von Schauspielern die in Ihren Rollen regelrecht gefangen scheinen.
  Caché bietet Spannung pur, verlangt dafür dem Zuschauer aber auch einiges ab. So werden die düsteren Geheimnisse des Hauptdarstellers nicht einfach so aufgelöst und einige Szenen, wie beispielsweise der Selbstmord von Majid sind nun wirklich nicht gerade leicht verdauliche Kost. Auf Stilmittel wie Filmmusik zurückzugreifen, hat man hier nicht nötig: auch so wirkt der Film weder leise noch leer. Caché ist einer der Filme, die es schaffen, sich in das Gehirn des Zuschauers regelrecht einzubrennen. Hinterher braucht man erstmal ein wenig Zeit, um wieder zu sich zu kommen. Man hat das unbedingte Gefühl, über das Gesehene reden zu müssen, einen Kneipenbesuch nach diesem sehr empfehlenswerten Film sollte man also gleich mit einplanen.
mehr. (4,5 Sterne/ich/2.12.05)
Täuschung. Ein einfaches Haus in einer französischen Stadt. Die Kamera ist statisch auf den Eingang gerichtet. Menschen ziehen vorbei, Fahrradfahrer, Autos. Nichts Besonderes scheint zu passieren. Da stoppt das Bild plötzlich und wird zurückgespult. Aus dem Off hören wir die besorgten Stimmen des Ehepaars Laurent. Wir erfahren, dass es sich um ... ein Video handelt, das ein Anonymer vor ihrer Haustür abgelegt hat. Zwei Stunden unbemerkte Observation. Die unangenehme Atmosphäre ist geschaffen und beginnt sich zuzuspitzen, als auf das erste Video weitere folgen, beigefügt naive Zeichnungen eines toten Kindes. Natürlich machen sich die Opfer unmittelbar Sorgen um ihren Sohn Pierrot. Doch der Terrorist hat jemanden anderes im Visier.
  Ebenso, wie der Unbekannte die Familie Laurent terrorisiert, so ist auch Michael Haneke („Funny Games“) als Terrorist unserer Sehgewohnheiten bekannt. Da macht auch „Caché“ (dt. verborgen) keine Ausnahme. Harte Schnitte auf der Ton- und Bildspur, der psychische Verfall einer normalen Familie, Szenen, die Schlucken lassen – alles Elemente, denen nur ein hartgesottenes Publikum gewachsen sein wird. Das wird dafür mit einer künstlerischen Brillanz auf allen Ebenen belohnt. Hanekes nüchterne Form und die schauspielerischen Leistungen französischer Größen, wie Daniel Auteuil und Juliette Binoche sind über jeden Zweifel erhaben. Und der schleichende Psychoterror, der auch den Bezug zur aktuellen Terrorismusdebatte nicht scheut und von einem Schlag in die Magengrube getoppt wird, sorgt noch lange danach für ausreichend Gesprächsstoff.
mehr. (4,5 Sterne/lt/26.1.06)
Forum zum Film
ThemavonerstmalszuletztAntw.
Die grosse VerunsicherungZM9.12.09 17:530
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Empfehlung
Wahl der Kinokritiker-Redaktion
unter allen Neustarts der Woche
Bewertung
Action:1,65 Sterne(5)
Anspruch:4,07 Sterne(5)
Erotik:1,18 Sterne(3)
Humor:0,33 Sterne(4)
Spannung:3,49 Sterne(5)
Story:3,22 Sterne(5)
Film:4,06 Sterne(7)
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Pro
geniale, starke Dialoge
spannender, fesselnder Thriller
perfekte Inszenierung
Kontra
nichts für schwache Nerven
Arthousemeter
Mainstream
20%
Arthouse
80%
Einzelbewertungen
Action:5
Anspruch:5
Erotik:3
Humor:4
Spannung:5
Story:5
Film:7
Summe aller Bewertungen:34
Filmstatistik
Die Nutzermeinung ist recht einig: Dieser Film sei überdurchschnittlich.
arithmetisches Mittel:4,06
Standardabweichung:0,52
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