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Filme > 2006 > Die Zeit die bleibt
Le temps qui reste
Die Zeit die bleibt
 
Genre:Drama
Kinostart:20. April 2006
Freigabe:ab 12 Jahren
Länge:81 Minuten / 2230 Meter
Bildformat:Cinemascope (2,35:1)
Verleih:PROKINO
 
Homepage / Trailer
Mitwirkende
Film-Crew: François Ozon (Regie), Jeanne Lapoirie (Kamera), Monica Coleman (Schnitt). Kreation: François Ozon (Buch), Valentin Silvestrov, Marc-Antoine Charpentier, Arvo Pärt (Musik). Darsteller: Melvil Poupaud (Romain), Jeanne Moreau (Laura), Valeria Bruni Tedeschi (Jany), Daniel Duval (Vater), Marie Rivière (Mutter), Christian Sengewald (Sasha), Louise-Anne Hippeau (Sophie), Henri de Lorme (Arzt), Walter Pagano (Bruno), Alba Gaïa Kraghede Bellugi (Sophie (Kind)).
Inhalt
Erfolgreicher Jungfotograf erfährt vorm nächsten Schritt auf der Karriereleiter von seiner unheilbaren Krankheit und der Tatsache dass ihm nur wenige Wochen bleiben. Diese nutz er zur Aussöhnung mit sich selbst. Wenn auch auf ungewöhliche Weise. Durch und durch ein französischer Film.
Kritiken
Die Zeit die bleibt - Und darüber hinaus. Mit die "Zeit die bleibt" hat Francois Ozon, welcher schon mit "Swimming Pool" oder "8 Frauen" das Interesse auf sich zog, einen weiteren Blick auf das ermöglicht, was Leben für uns bereit hält. Auch wenn es das Herz zerreißt. C'est la vie.
  Der 30jährige und gutaussehende Romain (Melvil Popoud) steht als Fotograf vor der nächsten ... großen Stufe seines beruflichen Erfolgs. Und ausgerechnet dann eröffnet ihm sein Arzt, dass mit seinem Tumor im Kopf die Chancen eher zu 5% denn zu 50% tendieren und ihm ohne großen Zweifel nur wenige Wochen bleiben.
  Einzig und allein seiner Grossmutter vertraut er sich an. Durch die Gespräche der beiden entstehen recht emotionale und intime Szenen die schon ein wenig Seufzer provozieren, gerade jetzt, wo draussen alles herbstlich geworden ist. Den Glanz verleiht diesen Szenen die starke Präsenz von Jeanne Moreau, eine der französischen Kinoikonen, deren grosse Zeit war als Ozon vielleicht gerade Sprechen lernte und Ihr Auftritt wirkt fast ein wenig wie eine Hommage an sich selbst. Ein Faible für großartige Frauen und auch die Fähigkeit mit Ihnen zusammenarbeiten zu können hat Ozon schon mit Catherine Deneuve in "8 Frauen bewiesen".
  Nach einer etwas bedrückenden Stille entfaltet der Film Romains Leben als eine letzte Wanderung der Bewusstwerdung seinerselbst, des sensiblen Wahrnehmens und dem Bedürfnis lieber in Würde dahinzugehen denn in Selbstmitleid, auch aus dem Wunsch ihm nahestehenden Personen damit zu belasten. Er sinniert reflektiert, beendet kurzum die Beziehung zu seinem Lover Sasha (Christian Sengewald). Eine nahezu beruhigende Offenheit legt er an den Tag und fängt mit seinem Fotoapparat scheinbar erstmal die sensiblen Momentaufnahmen seines eigenen Lebens ein.
  Der Platz vor der Linse verändert sich, nicht mehr Models aus der Pressform der Modeindustrie bestimmen das Bild, sein eigenes Lebenspanorama breitet sich jetzt als Akteur vor seinem Auge aus. Und hält die Hand zur Aussöhnung mit sich selbst, seinem Schicksal ausgestreckt. Überaschendes Aufeinandertreffen von Metaphern zu Geburt, Leben und Tod bereichern den Film und geben die Würze zur eigentlichen Kernhandlung in den Nebensträngen der Geschichte.
  Ob es wirklich solch eine Leichtigkeit gibt, wenn ein junger Mensch weiss, dass er als junger Mensch stirbt, bleibt hoffentlich für alle eine Frage. Müsste es darauf eine Antwort geben, würde sie, wenn auch vielleicht mit einem Zwinkern auf diesen
  Film verweisen.
mehr. (2,5 Sterne/ghi/2.11.05)
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Weblinks
Bewertung
Action:0,78 Sterne(2)
Anspruch:3,88 Sterne(2)
Erotik:2,6 Sterne(2)
Humor:2,65 Sterne(2)
Spannung:2,42 Sterne(2)
Story:3,52 Sterne(2)
Film:3,2 Sterne(3)
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Pro
Schöne Ideen, interessante Schauspieler, französische Leichtigkeit.
Kontra
Nicht ganz spannend und tendenziell etwas an der Oberfläche.
Einzelbewertungen
Action:2
Anspruch:2
Erotik:2
Humor:2
Spannung:2
Story:2
Film:3
Summe aller Bewertungen:15
Filmstatistik
Die Nutzermeinung ist recht einig: Dieser Film sei überdurchschnittlich.
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