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Filme > 2005 > My Summer of Love
My Summer of Love
 
Kinostart:30. Juni 2005
Freigabe:ab 12 Jahren
Länge:86 Minuten
Verleih:PROKINO / Twentieth Century Fox
 
Homepage / Trailer
Meinung der Redaktion
Der vielfach preisgekrönte Film “leidet indes an seinem sehr britischen und für den deutschen Zuschauer nicht immer zu erschließenden Untertönen, sowie an einer mangelhaft glaubwürdigen Umsetzung des gleichnamigen Romanes von Helen Cross.
Mitwirkende
Film-Crew: Pawel Pawlikowski (Regie), Ryszard Lenczewski, David Scott (Kamera), David Charap (Schnitt). Kreation: Pawel Pawlikowski, Michael Wynne (Buch), Helen Cross (Erzählung), Alison Goldfrapp, Will Gregory (Musik). Darsteller: Nathalie Press (Mona), Emily Blunt (Tamsin), Paddy Considine (Phil), Dean Andrews (Ricky).
Inhalt
Ein langer heißer Sommer, irgendwo in Yorkshire. Mona rollt mit ihrem motorlosen Mofa über die staubigen Landstraßen. Dort begegnet sie eines Tages Tamsin, die auf ihrem Schimmel ausreitet. Die beiden stammen aus verschiedenen Welten: Tamsin ist eine wohlbehütete Tochter aus gutem Hause: weit gereist, gebildet, selbstsicher. Gerade ist sie von ihrem teuren Privatinternat suspendiert worden, wegen des schlechten Einflusses, den sie auf andere hat. Mona dagegen ist seit dem Krebstod... ihrer Mutter Waise, den Vater hat sie nie gekannt. Mit ihrem Bruder Phil lebt sie über dem heruntergekommenen Pub, den einst ihre Mutter führte. Früher ließ Phil nichts anbrennen: Raub, Einbruch, Schlägereien. Doch seit er aus dem Knast entlassen wurde und Gott entdeckt hat, ist er Mona fremd geworden – und sie noch verlorener. So unterschiedlich Mona und Tamsin auch sind, so sehr spüren sie eine Seelenverwandschaft. Zusammen sind sie stark und glücklich. Sie schwören, einander nie zu verlassen. Doch als die Eine sich darauf verlässt, spielt die Andere nur ein gefährliches Spiel. mehr.
Kritiken
Sommerphantasien. Mona (Nathalie Press) fühlt sich allein gelassen – von ihrem Vater, den sie nie kannte, ihrer Mutter, die an Krebs starb und von ihrem Bruder Phil (Paddy Considine), der im Gefängnis zu Gott gefunden hat. Früher war Phil ein Kleinkrimineller, dem das „Swan“ gehörte. Doch jetzt hat er den einzigen Pub des verschlafenen Nests inmitten ... der landschaftlichen Idylle Yorkshires in ein Gemeindezentrum verwandelt und die Spirituosen entsorgt. In ihrer Hilflosigkeit flüchtet die perspektivlose Mona vor den Moralpredigten ihres Bruders. Da reitet ihr die rebellische Tamsin (Emily Blunt) über den Weg. Sie stammt aus einem wohlhabenden Elternhaus und schmückt die zuhause vorherrschende, emotionale Kälte mit wilden Geschichten aus. Die jungen Mädchen stellen bald fest, dass ihr Seelen verwandt sind und es entwickelt sich eine zarte Liebesbeziehung zwischen ihnen.
  Die britische Schriftstellerin Helen Cross veröffentlichte mit „My Summer of Love“ ihren viel beachteten Debütroman. Der britische Regisseur Paul Pavlikovsky adaptierte ihn für die Leinwand und behielt den gemächlich aufbauenden, bedrohlichen Ton, der schon in der Vorlage an Peter Jacksons „Heavenly Creatures“ erinnerte, bei. Die anarchische Freiheit, das Ausbrechen aus den Konventionen und auch die Liebe selbst verharren bei ihm allerdings, bis auf wenige Ausnahmen, in der Theorie. Die beiden Hauptdarstellerinnen spielen ihre Rollen indes mit Leidenschaft und jugendlichem Elan. Auch Paddy Considine („In America“) als Bekehrter Schwerenöter überzeugt mit seiner eindringlichen Darbietung einmal mehr. Der Film indes ist, abgesehen von ein paar erinnerungswürdigen Bildern, wie eine Sommerliebe: schön, aber flüchtig.
mehr. (2,5 Sterne/lt/29.6.05)
Geschmacksfrage. Ok, ein Titel wie dieser kann angenehm schnulzigen Kitsch oder aber die absolute Katastrophe ankündigen. In diesem Fall ist weder noch eingetreten, aber offensichtlich ist man hart am Abgrund zur Katastrophe vorbeigeschrammt. Die phantastischen, surrealen Bilder und großartigen Nahaufnahmen machen den Film zumindest optisch zu einem ... Schmuckstück. Der Rest ist dann eher Schweigen. Die Anklänge an Aimee & Jaguar sind schwer zu übersehen und werden von Vielen sicherlich als angenehm empfunden. Dass man das Thema jetzt aber schon ins Kinderzimmer vorverlegen muss, halte ich für unangebracht. Die Story ist an sich recht interessant, aber die Darstellerinnen sind eindeutig zu jung (im Film und in Realität), um ihr Anliegen überzeugend rüberzubringen. Nur wenige Jahre mehr würden das ganze ernsthafter und damit glaubhafter machen.
  Daneben sind im Film sehr viele typisch britische Aspekte und Probleme eingebaut, was ich persönlich für interessant halte, die aber nicht unbedingt nachvollziehbar sein müssen im Deutschen. Leider wird vieles davon wohl bei der Synchronisation untergehen, so z.B. der Klassengegensatz, der in den verschiedenen Sprechweisen der Hauptdarstellerinnen verborgen liegt. Auf jeden Fall sehenswert, wenn man auf Optik Wert legt, der Rest ist eher Geschmackssache.
mehr. (2,25 Sterne/kj/17.5.05)
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Bewertung
Action:1,38 Sterne(2)
Anspruch:2,75 Sterne(2)
Erotik:2,05 Sterne(2)
Humor:0,8 Sterne(2)
Spannung:1,98 Sterne(2)
Story:3 Sterne(2)
Film:2,5 Sterne(3)
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Pro
richtig gute Filmmusik
posterreife Bilder
Kontra
Darsteller nur teilweise Glaubwürdig
inhaltliche Schwächen
Einzelbewertungen
Action:2
Anspruch:2
Erotik:2
Humor:2
Spannung:2
Story:2
Film:3
Summe aller Bewertungen:15
Filmstatistik
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